Training im Grünen: Moto2-Pilot Marcel Schrötter unterwegs im [OUTLAW]

24. Oktober 2021 – Fahrzeuge – 4 Min. Lesezeit

Bei Marcel Schrötter trifft Speed auf Technik. Der Motorad-Rennfahrer ist eines der größten deutschen Talente und konnte schon einige Erfolge verbuchen. Aktuell geht er in der Moto2 WM an den Start und ist auf dem Sprung in die MotoGP, die Formel 1 für Motorräder. Damit dieser Traum noch ein kleines bisschen näher kommt, unterstützten wir Marcel mit einem WEINSBERG CaraBus [OUTLAW]. Das mobile Motorhome nutzte er für intensive Training-Sessions in der Sommerpause. Warum der [OUTLAW] gerade da für ihn so wichtig war – und welche Ziele Marcel sich für die Zukunft steckt, verrät er uns im CaraBlog-Interview.

WEINSBERG: Hallo Marcel! Vielen Dank für das Interview. Unter unseren Leserinnen und Lesern soll es angeblich auch Menschen geben, die nicht so Motorsport-affin sind. Magst Du Dich uns schnell vorstellen?

Marcel Schrötter: Sehr gerne – und auch von meiner Seite aus ein herzliches Dankeschön für dieses Interview. Mein Name ist Marcel Schrötter. Ich bin Motorradrennfahrer und trete in der Motorrad-Weltmeisterschaft, der MotoGP, in der Klasse Moto2 an. Das ist die zweithöchste Klasse für Motorradrennen, es geht also schon ganz schön flott zur Sache bei uns.

Das klingt sehr spannend! Da konntest Du in Deiner bisherigen Karriere bestimmt schon einige Erfolge feiern.

Ja, ein paar gute Rennen hab ich schon hingelegt (lacht). Ich bin zum Beispiel Europameister und zweifacher Internationaler Deutscher Meister. Und in der Moto2 Weltmeisterschaft habe ich es fünfmal aufs Podium geschafft und konnte dreimal vom ersten Startplatz aus ins Rennen gehen. Es ist einfach schön und etwas besonderes, vorne mitfahren zu können.

Das kann ich mir gut vorstellen. Was macht für Dich den Reiz am Motorradfahren aus, speziell im Rennsport?

Oh, das ist gar nicht so leicht zu beschreiben. Das Gefühl auf dem Motorrad ist einfach ganz anders als in einem Auto. Alles ist viel direkter, du spürst den Fahrtwind, legst dich in die Kurve. Beim Fahren gibt es nur dich und deine Maschine und die Geschwindigkeit. Das ist schon genial. Und beim Rennen gehst du immer ans Limit, versuchst, jeden Millimeter aus der Strecke zu kitzeln. Das ist nicht immer leicht, aber auf alle Fälle Adrenalin pur.

Und neben der Strecke?

Neben der Strecke ist es auch sehr spannend, aber da spürt man dann schon auch wieder den Ernst des Lebens. Leistungssport bedeutet immer auch Einschränkungen und Herausforderungen meistern. Davon gab es in meiner bisherigen Karriere einige. Ich habe sehr früh angefangen und war schon in jungen Jahren alleine auf der ganzen Welt unterwegs. Das ist eine tolle Erfahrung – kostet aber auch jede Menge Geld. Als Rennfahrer bist du deshalb ständig auf der Suche nach Sponsoren und musst immer topfit sein und dein Bestes geben. Ich hatte immer viel Glück und war sehr fleißig. Sonst wäre ich heute nicht der einzige deutsche Fahrer in der MotoGP.

Wirklich eine starke Leistung. Was ist wichtiger für den Erfolg: Talent oder Ehrgeiz?

Beides, ganz klar. Ohne Talent hat meine gar keine Chance, überhaupt so weit zu kommen und sich zeigen zu dürfen. Aber ab einem gewissen Punkt sind alle um dich herum talentiert, dann bleibt dir nur noch harte Arbeit und ganz viel Training.

Training ist ein gutes Stichwort: Du trainierst in Deiner Sommerpause auf einer Motocross-Maschine, obwohl du Straßenrennen fährst. Wie kommt es dazu?

Das hat zwei relativ einfache Gründe. Erstens, weil Motocross eine wirklich große Leidenschaft von mir ist und ich es liebe, herausfordernde Parcours damit zu meistern.

Der andere Grund ist, dass wir auf unseren eigentlichen Rennmaschinen in der Sommerpause nicht trainieren dürfen. Sie dürfen nur zu offiziellen Testfahrten und zu Rennen eingesetzt werden. Deshalb versuche ich, so oft es geht auf andere Bikes auszuweichen. Und mit einer Motocross-Maschine verbinde ich dann mein Hobby und meinen Beruf.

Für deine Trainingssessions in der Sommerpause hat Dich WEINSBERG mit einem CaraBus [OUTLAW] ausgestattet. Wie kam es zu dieser Idee?

Ich habe den [OUTLAW] bei Freunden von mir gesehen, die im Motocross- und Endurobereich Rennen fahren. Das Konzept mit der Heckgarage und dem vollausgestattenen Wohnraum fand ich sofort mega cool. Und ich dachte mir, das ist das perfekte Fahrzeug für mein Sommertraining. Über einen Bekannten und meinen Manager kam dann der Kontakt zu WEINSBERG zustande. Dort war man von der Idee und einer kurzfristigen Zusammenarbeit sehr angetan und kurze Zeit später war alles unter Dach und Fach. An der Stelle möchte ich mich auch ausdrücklich für die tolle Kommunikation und die Zusammenarbeit bei WEINSBERG bedanken!

Das leiten wir gerne weiter. Freut uns sehr, dass Du so zufrieden warst mit allem. Was hat Dir denn am [OUTLAW] am besten gefallen?

Natürlich die Garage, das war für mich das Herzstück. So viel Platz! Du kannst schrauben und basteln, wie du willst. Zwei Motorräder haben bequem Platz. Und das Beste: Im Wohnraum riecht man kein Benzin oder Öl, weil die Tür so gut abgedichtet ist.

Aber auch alles andere am [OUTLAW] hat mir richtig gut gefallen. Es ist einfach ein komplettes CUV mit Küche, Bad und bequemen Bett. Und trotz der ganzen Ausstattung und der Bikes in der Garage fährt sich der [OUTLAW] super entspannt und angenehm. Selbst enge, kurvige Straßen waren gar kein Problem. Was will man denn mehr als Rennfahrer!

Das hört sich so an, als wäre es das perfekte Fahrzeug für Dich?!

Absolut. Für mich und für alle, die einfach mit ihren Bikes, egal ob Motocross oder Rennmaschine, in den Urlaub oder auf Tour gehen wollen. Du hast alles dabei und die Bikes sind immer gut verstaut und geschützt.

Ich hätte den [OUTLAW] auch gerne noch länger behalten, um nach der Saison den Norden zu erkunden. Dänemark, Schweden, Norwegen – und immer die Bikes dabei, zum Trainieren oder Spaß haben. Das ist schon ein Traum, den ich mir noch gerne erfüllen würde.

Das klingt wirklich herrlich und wir drücken die Daumen! Da wir gerade bei Träumen sind: Welche sportlichen Ziele hast Du Dir denn noch gesetzt?

Natürlich gewinnen (lacht)! Das ist ja immer das Ziel für uns Rennfahrer, der Schnellste zu sein. Mittelfristig ist es aber mein größter Traum, in die MotoGP-Klasse aufzusteigen, das ist die Formel 1 für Motorräder. Das wird kein ganz leichter Weg, aber ich wäre mehr als stolz, dort als einziger Deutscher fahren zu dürfen.

Auch dafür wünschen wir dir natürlich nur das Allerbeste. Zum Schluss noch eine letzte Frage: Hast Du einen Geheimtipp für alle EinsteigerInnen in den Motorradsport?

Ja, den hab ich: Geht raus und habt Spaß! Das ist das Wichtigste – und im Leistungssport kann man das schnell mal vergessen. Aber wir alle haben mit dem Motorradfahren angefangen, weil es uns Spaß gemacht hat. Und an diese Begeisterung sollte man sich immer erinnern!

Vielen Dank für dieses schöne Schlusswort und das Interview. Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg auf deinem Weg in die MotoGP!

Vielen Dank – und Grüße ans ganze Team!

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Marcel Schrötter, 28, ist der einzige deutsche Pilot in der MotoGP-Weltmeisterschaft. Aktuell geht er in der Moto2 Serie für das Kalex-Team auf Punktejagd. Die Rennen werden live auf ServusTV übertragen.