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So gut schmeckt Camping: Selbstgemachte Feigenmarmelade auf Sardinien
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So gut schmeckt Camping: Selbstgemachte Feigenmarmelade auf Sardinien

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Kulinarik und Camping vereint: Markus Sämmer meldet sich zurück! Seit seinem letzten Trip ist viel passiert, ein bisschen Entspannung täte wieder mal gut. Für ihn gibt es hierfür kaum einen besseren Ort als Sardinien. Also rein in den CaraTour und immer dem Meeresduft nach!

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Hallo, ich bin’s wieder, Markus Sämmer. Leidenschaftlicher Koch, Autor und Outdoor-Fan. Nach meinem Wochenendtrip ins Alpenvorland hat sich einiges getan. Unter anderem ist mein zweites Buch „The Great Outdoors – Winter Cooking“ gerade in den Druck gegangen. Für mich und meine wunderbare Freundin Anne war also eines klar: Jetzt wird es wirklich wieder höchste Zeit für Urlaub, Sonne, Sport und einen entspannten Roadtrip!

Normalerweise verreisen wir ja in unserem Bus, aber mit bald wachsender Familiengröße wachsen auch die Platzansprüche. Da mussten Anne und ich direkt an unseren letzten Trip mit  dem Wohnmobil von WEINSBERG zurückdenken – denn das hatte Platz ohne Ende. Aus unserem Gedanken wurde schnell Realität und schon nach kurzer Zeit saßen wir in einem geräumigen CaraTour, den wir während unserer Reise ausgiebig testen konnten…und wir waren begeistert!

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Das Reisen hat uns schon an viele eindrucksvolle Orte gebracht, doch eines unserer Lieblingsziele ist seit jeher Sardinien. Für uns eine Insel mit nahezu unbegrenzten Möglichkeiten. Daher haben wir den CaraTour auch voll bepackt – denn Kletter-, Wander-, Angel- und Schnorchelausrüstung dürfen auf so einem Ausflug nicht fehlen. Unsere Longboards, mein Rennrad und der Wellenreiter finden im Bauch von „Winnie“ (so haben wir unser Reisemobil getauft) genügend Platz. Die Outdoor-Küche, Tische und Stühle kommen unter das Bett. Und alles, was wir an Kleinzeug und Vorräten haben, kommt in den unzähligen Staufächern unter. Nun sind wir startklar und fahren direkt in Richtung Toskana, wo es mit der Fähre weitergeht.

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In Sardinien angekommen, kann ich mich beim Anblick der steilen Felswände nicht lange zurückhalten. Wir suchen uns ein schönes und geeignetes Plätzchen, um den sonnigen Tag für eine entspannte Klettereinheit mit traumhaftem Blick über das Meer zu nutzen. Beim Absteigen meldet sich auch mein Magen zu Wort, also beschließen wir, einen Zwischenstopp zum Marmelade Kochen einzulegen.

Ihr fragt euch sicher, wie das so ohne weiteres gehen soll – aber das ist einfacher als ihr denkt. Gerade in südlichen Ländern kann man reife Früchte oft direkt vom Baum oder Strauch ernten. Da gerade die Haltbarkeit von frischen Feigen sehr begrenzt ist, bietet sich das Einkochen vor Ort also an.

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Natürlich kann man auch weniger bekannte und trotzdem sehr schmackhafte und gesunde Früchte sammeln. Hierzu ein kleiner Tipp von meiner Seite: Probiert unbedingt mal die stachelige Kaktusfeige oder die rot leuchtenden Früchte des Erdbeerbaums – lecker! Unsere Marmelade haben wir noch mit wildem Rosmarin verfeinert. Und in Kombination mit dem würzigen sardischen Pecorino und knusprigen Weißbrot ist die Marmelade eine echte Delikatesse.

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Doch genug geschwärmt! Euch läuft sicher schon das Wasser im Mund zusammen, also will ich euch das Rezept nicht länger vorenthalten.

Ihr braucht folgende Zutaten:

  • Ca. 1kg frische Feigen
  • 250g Bio-Gelierzucker 3:1
  • 1 Zweig Rosmarin
  • Saft und Abrieb von 1 gewaschenen Bio-Zitrone

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Und so einfach geht’s:

1. Die Feigen waschen und in grobe Stücke schneiden. Rosmarin abzupfen und grob hacken. Zitrone waschen, Schale abreiben und Saft auspressen.
2. Die geschnittenen Feigen zusammen mit dem Zucker und dem Rosmarin unter ständigem Rühren auf dem Gaskocher kurz aufkochen, Zitronenschale und –saft zugeben.
3. Sofort in Schraubgläser abfüllen und heiß verschließen. Leichter geht das mit einem mitgebrachten Marmeladen-Trichter.
4. Buon appetito!

Das ganze ergibt dann ca. 3-4 Gläser, die jeweils eine Haltbarkeit von mindestens 6 Monaten haben. So lange hat bei uns allerdings bisher noch kein Glas gehalten – einfach zu lecker!

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Die Sonne geht gerade noch unter, während wir den selben wundervollen Meerblick haben wie untertags beim Klettern. Das Rauschen des blauen Wassers ist die einzige Geräuschkulisse, die unser Abendessen begleitet. Ein schöneres Setting, um den Tag ausklingen zu lassen, können wir uns nicht vorstellen. Wir legen die frische und noch leicht warme Marmelade auf das resche Weißbrot und genießen sie zusammen mit dem pikanten Pecorino.

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Ist dieser Moment überhaupt noch zu übertreffen? Wohl kaum! Allerdings sind wir uns sicher, dass es morgen mindestens genauso schön werden wird – denn da zaubern wir eine schmackhafte Paella auf Camping-Art. Wie wir diese genau zubereiten und was wir sonst noch so auf Sardinien erleben, erfahrt ihr im zweiten Teil unseres Roadtrips. Wir legen uns jetzt erst einmal in die flauschigen Federn von „Winnie“ und lassen den heutigen ereignisreichen Tag Revue passieren.

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Markus Sämmer
 war ein Jahr lang auf Kochwanderschaft in Australien. Außerdem ist er geprüfter Showkoch, Spitzengastronom und Autor. Seine Camping‐Kochbücher „The Great Outdoors“ sind im Buchhandel oder Online erhältlich.

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