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Baby on Board: Mit dem Wohnmobil in die Elternzeit!
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Baby on Board: Mit dem Wohnmobil in die Elternzeit!

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Acht Wochen gemeinsame Elternzeit liegen vor uns. Und die wollen wir so gut und viel es geht gemeinsam verbringen. Zeit für das Familienleben haben. Etwas erleben. Die Welt entdecken. Also haben wir uns entschlossen, ein Wohnmobil zu kaufen und dem Alltag zu Hause zu entfliehen. Einfach einsteigen und wegfahren!

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Wer sind wir? Wir sind eine junge Familie aus Baden-Württemberg: Kerstin, Marcel und unsere Tochter Marisa – sieben Monate alt.

Schon bevor unsere Tochter auf die Welt kam, haben wir gewusst, wir brauchen ein Eigenheim. Ein Eigenheim auf vier Rädern, mit dem wir auch weiterhin mobil sind und reisen können. Mit viel Platz und zuverlässiger Ausstattung. Deshalb haben wir uns einen WEINSBERG gekauft, den CaraHome 700 DG. Sondermodell. Baujahr 2015.

Unser Vorhaben war in jeder Hinsicht spannend: Mit einem 7 Monate alten Baby im Wohnmobil für mehrere Wochen on Tour ins Ausland. Was man da alles mitnehmen muss, wie das wohl so wird? Viele unserer Freunde waren anfangs skeptisch: So ein großes Abenteuer – und dann auch noch mit einem kleinem Kind? Tatsächlich hatten wir vor unserer Reise selbst zu Zweit nie so viel gemeinsame Zeit auf so engem Raum verbracht. Aber das hat uns nicht entmutigt, im Gegenteil: Wir waren sehr neugierig. Auf uns drei – und auf unsere Reise in den Südwesten Europas. Im März und April ging es dann auf die Straße, dem spanischen Frühling entgegen!

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Vorbereitungen: Mit Baby im Wohnmobil

Unsere kleine Tochter Marisa war beim Start der Reise sieben Monate alt. Da braucht man für eine mehrwöchige Tour ins Ausland mit Baby im Wohnmobil natürlich so einiges: Fläschchen, Schnuller, Beißringe, einen großen Kochtopf zum Sterilisieren, Breipulver, Breigläschen, einen Großvorrat an Wickelutensilien, Spucktücher, Bodys, Strampler und Baby-Kleidung, Krabbeldecke, Spieluhr, Bilderbücher und, und, und … Zum Glück ist im CaraHome jede Menge Platz und Stauraum. Unsere Sachen mussten ja auch noch mit.

Was die Babynahrung betrifft: Von besondere Leckereien – zum Beispiel Marisas Lieblingsbrei – haben wir einen größeren Vorrat eingepackt. Von anderen Lebensmitteln haben wir uns eine Grundausstattung mitgenommen und letztlich auch vor Ort Baby-Nahrung gekauft.

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Was oben rein kommt, kommt unten irgendwann wieder raus. Und so taucht natürlich die Frage, wo und wie man im Wohnmobil am besten wickeln kann, ziemlich schnell auf. Zum Glück ist Wickeln im Wohnmobil so einfach wie zu Hause. Das Heck-Bett im CaraHome eignet sich dank seiner optimalen Höhe hervorragend als Wickelplatz. Die Wickelutensilien finden ihren Platz ganz praktisch im Regal über dem Bett: Feuchte Tücher, eine Tempobox und sonstige Wickelutensilien sind so immer griffbereit zur Hand. Und die Wickelunterlage ist zur Weiterfahrt im Nu auch wieder im Schrank verstaut.

Unsere Tour: Via Südfrankreich nach Spanien

Wir starten mit einer kindgerechten vierstündigen Etappe bis Dijon (Frankreich). Nach einer Fahrt durch die Weinberge Burgunds wollen wir von dort weiter via Südfrankreich nach Spanien. Erster Stopp an der Costa Brava und dann immer an der Mittelmeerküste entlang gen Süden – soweit wir kommen. So verbringen wir den größten Teil unserer Reise in Strandnähe und mit Meeresluft zum Frühstück.

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Für die Fahrtzeiten hängen wir Marisas Lieblingsmobile so im Wohnmobil auf, dass sie es von der Babyschale aus während der Fahrt beobachten kann – und wir haben einen Vorrat an Schnüren eingepackt, um z. B. eine Spieluhr an der Kopfstütze befestigen zu können.

Wir wollen auf unserer Reise frei und flexibel sein: Keine Reservierungen, keine Buchungen, keine genauen Pläne. Und trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen?) finden wir immer sehr schöne Übernachtungsmöglichkeiten, ob auf Campingplätzen, Stellplätzen oder Parkplätzen. An einem Ort bleiben wir deshalb in der Regel maximal vier Nächte lang, manchmal aber auch nur eine. Und ganz oft haben wir richtig Glück mit unserem Stellplatz: Mehr als einmal wird unser WEINSBERG-Reisemobil zu einem 1-Zimmer‐Appartment mit Meerblick.

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Der südlichste Punkt unserer Reise ist schließlich die Hafenstadt Cartagena (Region Murcia) im Südosten Spaniens. Von dort müssen wir dann doch leider wieder den Heimweg zurück nach Norden antreten – nach über vier Wochen Entdeckungstour in Spanien.

Unterwegs: Unser Urlaubsleben mit Wohnmobil und Baby

Während unserer Tour versuchen wir, Großstädte zu umfahren. Mit Baby wollen wir nämlich nur ungern den kompletten Tag im Großstadttrubel verbringen. Da wir aber dennoch gerne Städte besichtigen, suchen wir uns ein paar kleinere Orte aus, die man während eines Ausflugs gut erkunden kann. Für eine Stadtbesichtigung mit Shoppingtour oder Museumsbesuch eignen dazu etwa Narbonne (Languedoc) und Arles (Provence) oder Tarragona (Katalonien) und Cartagena (Murcia). In diesen Städten gibt es zentrumsnahe Parkmöglichkeiten (teilweise sogar als Stellplatz für die Nacht geeignet!). Von dort aus kann man bequem zum Stadtbummel oder einer Stadtbesichtigung aufbrechen.

Insgesamt verbringen viel Zeit an der frischen Luft: tägliche Strandspaziergänge und Erkundungen mit dem Kinderwagen inklusive. Der wird während unserer Reise immer in der der Heckgarage geparkt, so dass man ihn schnell ein- und ausladen kann.

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Den größten Platz in den Schränken nehmen natürlich die Sachen für Marisa ein. So eine komplette Babyausstattung braucht eben Platz. Mit gefühlten 1000 Windeln im Gepäck sind wir losgefahren. Genug ist das zwar zwar nicht, aber Nachschub gibt es unterwegs aus den örtlichen Supermärkten. Ganz hilfreich war es übrigens, die kleinen Baby-Klamotten und sonstigen Utensilien noch einmal in kleinere Boxen zu verpacken, bevor wir sie verstaut haben. So können wir unterwegs gleich das finden, was wir suchen – etwa ein sauberes Lätzchen im Spuck-Notfall.

Ohnehin ist es im Wohnmobil besonders wichtig, Ordnung zu halten. So hat man zum Beispiel beim Wickeln im Fall der Fälle auf Anhieb alles parat. Regelmäßiges Aufräumen ist daher auch im Wohnmobil ein Muss, oder besser gesagt, besonders im Wohnmobil: Vor jeder Weiterfahrt muss alles sicher an seinen Platz geräumt sein, damit während der Fahrt nichts fliegt oder klappert. „Safety first“ ist für uns jetzt schon längst Routine.

Essen und kochen: Aller guten Dinge sind Brei!

Babybrei-Kochen ist im Wohnmobil natürlich kein Problem. Neben den gewohnten Breisorten schmecken Marisa dabei aber auch die etwas exotischeren Sorten aus Frankreich sehr gut. Unser Geheimtipp: Artischocke!
Da wir aber viel reisen und tagsüber viel an der frischen Luft unternehmen, kommen wir nicht allzu oft zum Kochen. Wenn es soweit ist, darf sich Marisa zum Essen dann in ihr Kinderstühlchen setzen, das man an den Esstisch klemmen kann. Das haben wir vor der Reise passend zu unserem Wohnmobil‐Tisch angeschafft. Egal ob gemütliches Frühstück, Mittagessen oder Abendbrot: jede Mahlzeit wird so zum entspannten und leckeren Genuss.

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Babys Schlaf im Wohnmobil: Einfacher als gedacht

Mit Kleinkind der wohl gemütlichste Platz im Mobil: das große Heck‐Bett! Das Bett ist der Schlafplatz für Marisa und mich (Marcel hat während der Reise immer im Alkovenbett geschlafen). Hier im Heck-Bett wird gewickelt, gespielt, Bilderbücher angeschaut, Leute durch das Fenster beobachtet und gestillt. Marisa hat hier sogar ihre ersten Krabbelversuche unternommen. Das Wichtigste ist aber natürlich: Schlafen! Vor der Abfahrt haben wir uns gefragt, wie das wohl werden wird. Denn schlafen ist bei unserer Tochter von Geburt an keine einfache Sache. Und bis zum Tourstart haben wir nur ein paar Nächte im Wohnmobil zur Probe übernachtet.

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Eigentlich muss unsere Kleine jeden Abend sehr lange mit Singen und Wiegen in den Schlaf getragen werden. Wir haben befürchtet, dass das eine der größten Herausforderungen im Wohnmobil werden würde. Aber wir sind positiv überrascht: nur einmal müssen wir unser übliches Prozedere durchgehen, und schon ab der zweiten Nacht geht alles ganz einfach. Marisa schläft schnell ein und wacht erst am nächsten Morgen wieder auf. So entspannt haben wir das zuhause noch nicht erlebt. Sie scheint wohl eine echte Camperin zu werden, unser kleiner Schatz.

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Unser Fazit: Am liebsten gleich nochmal!

Mit einem sieben Monate alten Baby für mehrere Wochen im Wohnmobil durch Europa reisen ? Kein Problem! Wir haben viel gesehen, viel Spaß zusammen gehabt und eine wunderbare Zeit in unserem CaraHome erlebt. Marisa hat es sichtlich genossen, uns ständig in Reichweite um sich zu haben. So ist unser WEINSBERG binnen kürzester Zeit zu unserem zweiten Zuhause geworden – und wir freuen uns schon jetzt darauf, wieder einzusteigen und loszufahren. Wohin? Das entscheiden wir ein andermal.