Manuel Lettenbichler: Ein Weltmeister im Messe-Interview

21. Januar 2020 – Aktuelles – 3 Min. Lesezeit

Was macht ein Enduro-Weltmeister bei WEINSBERG auf der CMT? Ganz einfach: Sich seine neueste Maschine ansehen. Die kommt diesmal nicht auf zwei, sondern gleich auf vier Rädern. Mit dem CaraBus/CaraTour [OUTLAW] wird Manuel in Kürze in die neue Superenduro-Saison starten. Im CaraBlog-Interview verrät uns der erfolgreiche Sportler, was den [OUTLAW] so besonders macht – und wie man es schafft, mit Anfang 20 schon Weltmeister in einer der härtesten Motorrad-Serien der Welt zu werden.

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WEINSBERG: Manuel, erzähl mal – wie hat das mit deiner Karriere angefangen?

Manuel Lettenbichler: Mein Papa war auch schon Profi, da bekommt man von Klein auf viel mit. Ich war immer auf den Rennen dabei, habe mitgefiebert und die unglaubliche Atmosphäre gespürt. Allerdings war das für mich auch alles ziemlich normal. Ich war den Trubel gewohnt und konnte die Begeisterung und die Leidenschaft dahinter erst später nachvollziehen. Irgendwann hat mich der Ehrgeiz und der Race-Spirit dann aber doch gepackt.

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WEINSBERG: Wie alt warst Du, als Du Dein erstes Motorrad bekommen hast?

Manuel: Mein erstes Motorrad hab ich schon mit 5 Jahren bekommen. Mit 9 bin ich dann das erste Rennen gefahren. Angefangen hab ich mit Trial, das ist eine ideale Basis, um Balance und Gefühl für das Bike zu lernen. Später bin ich dann in die Superenduro-Szene gekommen. Aber nach der Schule war ich anfangs etwas unentschlossen, ob ich tatsächlich Profi werden will wie mein Vater – oder ob ich eine solide Schreinerlehre anfangen soll. Letztendlich hab ich mich dazu entschlossen, die Profikarriere einzuschlagen und noch keinen Tag bereut. Das war die absolut richtige Entscheidung!

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Wie läuft deine Karriere und was sind deine sportlichen Ziele?

Manuel: Meine Karriere läuft gerade richtig gut. Ich wurde 2019 Superenduro-Weltmeister, da bin ich echt stolz drauf! Und drauflegen kann man auf den Titel kaum mehr etwas – nur noch einen holen. Deswegen ist es mein Ziel, in diesem Jahr das Niveau zu halten und den Titel zu verteidigen.
Aber das ist ohnehin leichter gesagt als getan. Die Konkurrenz schläft nicht. Mein Ziel, bei jedem Rennen auf dem Treppchen zu stehen, ist eine sportliche Herausforderung – aber genau das spornt mich gleichzeitig auch an.

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Wie kam die Zusammenarbeit mit WEINSBERG und der Kontakt mit Produktmanager Stefan Kreuz zustande?
Ich kenne Stefan schon länger, er ist ein echter Bike-Fan und ein super Typ! Wir haben uns öfter mal bei Rennen getroffen und sind so ins Gespräch gekommen. Dabei hat er mir irgendwann mal von seiner Idee für ein CUV erzählt, das speziell für Biker gedacht sein sollte. Gemeinsam haben wir dann recht schnell festgestellt, dass ein Fahrzeug wie der [OUTLAW] eine Marktlücke ist. Stefan hat seine Idee dann in die Tat umgesetzt und uns das Konzept für den [OUTLAW] präsentiert – wir waren sofort Feuer und Flamme. Auch meine Kollegen aus der Branche waren begeistert von der Idee! Da war für mich klar, sobald das Ding auf dem Markt ist, muss ich es testen.

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Wie war deine erste Ausfahrt im OUTLAW?
Ich war mittlerweile sogar schon zweimal unterwegs damit. Einfach top! Es ist so genial, ein CUV zu haben, in dem man sich zwischen den Rennen aufwärmen und umziehen kann – aber auch gleichzeitig sein Bike sicher verstaut hat. Und dann ist man auch noch echt spritzig unterwegs mit dem [OUTLAW], weil er ganz gut am Gas hängt (lacht). Ich bin richtig begeistert – genau sowas hat und der Branche gefehlt! Kein Gefährt „Marke Eigenbau“, sondern ein schlüssiges Konzept und eine geniale Umsetzung ab Werk. Ich bekomme meinen eigenen [OUTLAW] voraussichtlich im März und freu mich schon richtig drauf, auf mein persönliches Basislager.

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Dann lass uns mal nach vorne schauen: Wie geht’s weiter in den nächsten Wochen?

Bei mir steht richtig viel im Kalender. Ich bin jetzt dann in Spanien und Frankreich bei Rennen und außerdem noch fünfmal in Amerika in diesem Jahr. Wenn du so viel unterwegs bist, freust du dich immer wieder auf zuhause. Und ehrlich gesagt, kann ich mir gerade auch nichts schöneres vorstellen. Ich sehe die Welt, bin mein eigener Chef und hab mein Hobby zum Beruf gemacht. Besser geht’s fast nicht (lacht).

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Hast du schon Pläne für deine berufliche Zukunft?

Es gibt natürlich auch ein Leben nach dem Sport, auf das man – gerade im Motorsport – immer vorbereitet sein sollte. Ich bin zwar noch sehr jung, aber ich mache mir natürlich auch Gedanken, was nach dem Sport sein könnte. Jedenfalls nach dem aktiven Sport, denn ganz will ich diesen ganzen Rummel nicht hinter mir lassen, wenn es mal soweit ist. Wer weiß, vielleicht schaffe ich es ja, in der Branche Fuß zu fassen und in irgendeiner Funktion weiterhelfen zu können. Das wäre toll. Und vielleicht fahre ich dann in 30 Jahren immer noch im [OUTLAW] rum, mit H-Kennzeichen und meiner geliebten Maschine in der Heckgarage.

Lieber Manuel, vielen Dank für das Interview. Wir drücken dir die Daumen, dass alles klappt. Und jetzt viel Spaß bei der Autogrammstunde!

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Manuel Lettenbichler (21) ist amtierender WESS Enduro Weltmeister und macht sich ab März im CaraBus/CaraTour [OUTLAW] auf, seinen Titel zu verteidigen. Wir drücken die Daumen!