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Die WEINSBERG-Messe-Interviews: Das ist Produktmanager Stefan Kreuz
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Die WEINSBERG-Messe-Interviews: Das ist Produktmanager Stefan Kreuz

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Seit 2016 ist Stefan Kreuz als Produktmanager im WEINSBERG-Team. Mit Camping, Kastenwagen und Reisemobilen beschäftigt sich Stefan aber schon viel länger – eigentlich sein ganzes Leben lang, sagt er. Wie er als Händler den Caravaning-Boom in den 2000ern miterlebt hat und was ihm an WEINSBERG so gut gefällt, verrät er uns im Interview.

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Wir treffen Stefan da, wo er am liebsten ist: in einem „seiner“ Kastenwagen, die gerade die Besucher auf der größten Camping-Messe der Welt begeistern. Am Caravan Salon in Düsseldorf herrscht Hochbetrieb, da freuen wir uns umso mehr, dass Stefan ein paar Minuten Zeit für uns findet.

WEINSBERG: Hallo Stefan! Schön, dass du dir für uns Zeit genommen hast. Wie ist denn die Stimmung auf der Messe?

Stefan: Ganz großartig. Ich glaube, so viele Besucher hatten wir noch nie um diese Zeit. Und ich bin ja jetzt doch schon ein paar Jahre dabei.

WEINSBERG: Das kann man wohl sagen. Wie bist du denn in die Caravan-Branche gekommen?

Stefan: Ach, das liegt bei mir wahrscheinlich in den Genen. Schon meine Eltern hatten einen Wohnwagen. Mit dem sind wir ein paar mal im Jahr rausgefahren, immer ans Wasser. Als Kind hat mich das natürlich fasziniert: jeden Tag ein neues Abenteuer, ein neuer Spielplatz.

Später hab ich dann das Handwerk von der Pike auf gelernt und meinen KFZ-Meisterbrief gemacht. Das Basteln und Schrauben an den Wagen hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht. Aber mich hat auch der Vertrieb schon immer interessiert. Und so habe ich zusammen mit einem Partner eine Reisemobil-Vermietung gegründet. Das war 2006. Da war die Branche gerade so richtig am boomen.

WEINSBERG: Das hat dir natürlich in die Karten gespielt.

Stefan: Und wie! Wir sind mit 36 Fahrzeugen gestartet. Und zwei Monate später waren alle weg. Komplett ausgebucht! Ständig kamen Nachfragen, ob wir denn die Fahrzeuge auch verkaufen würden. Da mussten wir uns was einfallen lassen. Wir haben Gespräche geführt und verhandelt – und sind schließlich 2008 Vertragshändler für KNAUS und WEINSBERG geworden.

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WEINSBERG: Du bist quasi in den Handel hineingewachsen?

Stefan: Ja, so könnte man das sagen. Ich kenne so ziemlich jeden Bereich in der Branche, von der Wartung, über die Vermietung bis zum Handel. Und als KFZ-Meister kenn ich natürlich auch fast jede Schraube im Fiat Ducato. Außerdem kommt man als Händler doch viel rum, auf den Messen, den Tagungen und Präsentationen. So habe ich jede Menge Leute kennengelernt.

WEINSBERG: Was hat dich bewegt, vom Händler zum Hersteller zu wechseln?

Stefan: Ganz ehrlich: die Zeit. (lacht)
Ich hatte vorher eine 7-Tage-Woche, es war enorm viel zu tun. Wenn du alleine bist, kannst du das ja alles schön mit dir selbst ausmachen, aber wenn dann die Familie ins Spiel kommt, sieht es ganz anders aus. Man sehnt sich plötzlich nach geregelten Arbeitszeiten. Ausgerechnet zu der Zeit kam dann die Geschäftsführung von Knaus Tabbert auf mich zu und hat mir den Posten als Produktmanager angeboten. Jetzt bin ich zum ersten mal in meinem Leben Angestellter – und habe endlich mehr Zeit für meinen Sohn und die Familie.

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WEINSBERG: Was hat denn den Ausschlag für die Marke WEINSBERG gegeben?

Stefan: Ich bin ein Kastenwagenfan, da ist WEINSBERG die traditionsreichste Marke am Markt. Schon Ende der Sechziger hat man bei WEINSBERG den ersten Fiat Ducato umgebaut, das war echte Pionierarbeit. Heute gefällt mir vor allem, wie modern und dynamisch wir geworden sind. Wir versuchen so nah wie möglich am Kunden zu sein, praxistauglich, familienfreundlich und bezahlbar. Und die Umsatzzahlen bestätigen uns da.

WEINSBERG: Was macht für dich die Faszination Kastenwagen aus?

Stefan: Für mich ist ein Kastenwagen – oder, wie wir es nennen, ein „CUV“ – ein „richtiges“ Reisemobil. Wir haben es geschafft, den Wohnkomfort eines Teilintegrierten in die kompakten Maße eines Transporters zu packen. Und das hat entscheidende Vorteile: ein CUV fährt sich fast wie ein PKW, ist sehr flexibel, alltagstauglich und unauffällig. Ideal für alle, die nicht auf den ersten Blick als „Camper“ auffallen wollen, oder die ihr Fahrzeug gerne auch als Zweitfahrzeug nutzen würden. Im Grund hat man damit ein perfektes Gefährt, ob für den spontanen Städtetripp oder einen Besuch im Möbelhaus.

Ich kann die enorm guten Verkaufszahlen von CUVs also absolut verstehen. Und ich glaube, die werden in den nächsten Monaten noch weiter klettern.

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WEINSBERG: Kein Wunder, der neue CaraBus EDITION [FIRE] macht ja gerade auch mächtig Furore. Was war die Idee hinter dem Sondermodell?

Stefan: Wir haben schon letztes Jahr beim CaraCompact EDITION [PEPPER] gesehen, wie sehr sich die Kunden über ein All-Inklusive-Fahrzeug freuen. Da lag es auf der Hand, dass wir versuchen würden, auch für ein CUV ein tolles Komplettpaket zu schnüren. Und im EDITION [FIRE] ist wirklich alles drin, was in der Praxis Sinn macht. Da muss man dann auch keine langen Listen mehr beim Händler durchgehen, um nichts Wichtiges zu vergessen.

Für uns macht es das natürlich auch ein bisschen einfacher. Bis auf die Grundrisse ist die Ausstattung in jedem Fahrzeug gleich. So können wir effizienter fertigen und besser planen. Die Ersparnis geben wir direkt an die Kunden weiter, die sich wiederum über einen tollen Preisvorteil freuen. Win-win, also. (lacht)

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WEINSBERG: Du warst maßgeblich am EDITION [FIRE] beteiligt. Welches Feature war für dich besonders wichtig?

Stefan: Naja, der Preis ist schon ganz cool. (lacht)
Aber besonders praktisch finde ich die variable hintere Sitzbank. Sie lässt sich teilen und in der Länge verstellen. Super nützlich, wenn man mal mit mehr Leuten unterwegs ist – oder mit Kindersitz.

WEINSBERG: Kannst du uns noch einen Ausblick geben, was wir in den nächsten Monaten erwarten dürfen?

Stefan: Die Neuheiten für 2018 haben wir ja gerade vorgestellt. Mal sehen, ob und was wir uns für die CMT in Stuttgart einfallen lassen, da kann ich jetzt noch nichts sagen. Ansonsten stehen bei uns alle Zeichen auf Produktion, also fertigen, fertigen, fertigen – und ausliefern. (lacht)

WEINSBERG: Na, dann wollen wir dich gar nicht länger aufhalten. Stefan, vielen Dank für deine Zeit und das nette Gespräch.