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Camping auf Sardinien: Alles Strand, oder was?
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Camping auf Sardinien: Alles Strand, oder was?

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Frisch angekommen, kann der Urlaub endlich losgehen! Von Köln über Niederbayern bis nach Sardinien ist Fotograf Klaus Schwaiger gereist, um im WEINSBERG CaraHome die schönste aller Mittelmeerinseln zu erkunden. Nachdem er in Teil 1 die über 24 stündige Anreise Revue passieren hat lassen, geht es im zweiten Teil vor allem um eines: Die schönsten Strände im Westen Sardiniens!

 

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Bevor ich jetzt gleich ins Schwärmen komme, muss ich erst mal beichten: Von der ersten Nacht direkt am Meer habe ich gar nicht so viel mitbekommen. Da rauscht die Brandung unermüdlich an den Strand – und was machen wir? Schlafen, so tief wie schon lange nicht mehr. Kein Wunder: Die letzten zwei Tage hatten es in sich, und irgendwann hat die Müdigkeit gewonnen. Umso schöner ist es, gut erholt auf Isuledda, dem wunderschönen Campingplatz im Nordosten Sardiniens, von der Morgensonne begrüßt zu werden. Vor unseren Augen liegt eine wunderschöne Bucht mit türkisblauem Wasser und feinem Strand. Distanz? Vielleicht 15 Meter. Verlockend! Aber alles der Reihe nach.
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In den nächsten Tagen wollen wir von Isuledda aus den Norden und Osten Sardiniens erkunden. Ein paar Fixpunkte haben wir uns dafür schon zurechtgelegt, etwa die Region um Olbia und die kleinen Buchten etwas nördlich von hier. Unser Plan: Mit dem WoMo so nah wie möglich an die Strandabschnitte zu kommen, um dann zu Fuß zum Strand zu spazieren. Neben unseren Badetouren haben wir aber auch Lust auf die regionale Küche – und ein Supermarkt wäre auch nicht schlecht.

Bevor wir unsere erste Tagestour starten, wird jetzt aber doch erst der Strand am Campingplatz eingeweiht. Das Wasser ist angenehm warm und glasklar, keine Spur von Quallen oder fiesen Steinen. Die kleine Bucht eignet sich prima für eine schnelle Abkühlung – ganz nach unserem Geschmack!

Danach geht es auch schon los. Schnell alles fahrsicher verstaut, das Körbchen für Hündin Feli unterm Tisch platziert und ein paar Minuten später sind wir “on the road”. Ein festes Ziel haben wir nicht, unsere Routenplanung führt uns aber gemächlich in Richtung Südosten, in die Region um die große Hafenstadt Olbia. Dort gibt es nicht nur ein paar der größten Supermärkte der Insel, sondern auch einige der bekanntesten und schönsten Strände. Wie nicht anders erwartet, ist der Weg dorthin aber gar nicht so leicht. Die Straßen sind landestypisch eher schmal und die Fahrweise der heimischen Verkehrsteilnehmer eher optimistisch, was mich am Steuer des großen CaraHome manchmal ganz schön ins Schwitzen bringt. Einmal mehr freue ich mich aber über die gute Übersicht im hohen Cockpit. Die macht zwar die Straße nicht breiter, aber immerhin kann ich die Abmessungen meines Fahrzeuges sehr genau kalkulieren. Richtig brenzlig wird es also nie – trotz meiner nicht gerade üppigen WoMo-Erfahrung.

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Nach unzähligen Kurven, Bergen und Tälern erreichen wir die Region um Olbia und freuen uns auf die gut ausgebauten Schnellstraßen. Unser erster Zwischenstopp erfolgt am Flughafen, wo es ein großes Einkaufscenter gibt. Dort decken wir uns mit Lebensmitteln für die nächsten Tage ein. Auf Sardinien lohnt es sich übrigens, die Preise der Supermärkte genau zu vergleichen, da selbst Standardprodukte recht teuer sind und die Preise für Lebensmittel zwischen den Märkten stark variieren. So hat sich herausgestellt, dass meine Preisindikatoren “Wassermelone”, “Weißbrot” und “Prosciutto Crudo” deutlichen Schwankungen ausgesetzt waren, manchmal um mehr als 300%. Die pauschal günstigste Kette haben wir so leider nicht gefunden. Grundsätzlich sind die kleinen Supermärkte in den Dörfern aber ein gutes Stück teurer als die großen Center, wie etwa am Flughafen.

Voll ausgestattet und nahe an der Zuladungsgrenze geht es dann endlich wieder an die Küste. Gemeinsam mit Navi und Smartphone machen wir uns auf die Jagd nach einem schönen Strand, an dem wir auch mit dem WoMo halten dürfen. Viele öffentliche Parkplätze auf Sardinien haben eine Höhenbeschränkung, die wir mit dem CaraHome klar überschreiten. Ein bisschen tüfteln ist also angesagt, bevor wir endlich die Füße in den warmen Sand graben dürfen.

Unsere ausgesuchte Bucht hört auf den klangvollen Namen “Spiaggia di Rena Bianca”. Sie liegt ein paar Kilometer nördlich des Urlaubsortes Portisco und ist mit Parkplätzen für WoMos, Toiletten und kleiner Bar gut ausgestattet. Am meisten interessiert uns aber natürlich der Strand und das Wasser. Und beides weiß zu begeistern! Der Strand ist so puderzuckerig wie im Karibik-Bilderbuch und fällt ein paar Meter weiter in kristallklares, türkisblaues Meerwasser ab. Jetzt schnell die Liegen aufgestellt, den Sonnenschirm gespannt – und abschalten. Herrlich!
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Als wir am Abend zum Campingplatz zurückkehren, zeigt der sich wieder von seiner besten Seite und glänzt im Abendlicht. Wir stellen unser WoMo und erkunden mit Feli die Gegend. Eigentlich ist es hier so schön, dass man gar nicht weg müsste. Morgen bleiben wir also hier auf Isuledda und genießen die einzigartige Lage. So entspannt kann es sein, wenn man den richtigen Campingplatz aussucht.

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Ein paar Tage später (achtung, Zeitsprung!) zieht es uns aber dann doch noch einmal Richtung Olbia. Denn dort gibt es ja bekanntlich mehr als nur einen schönen Strand. Und einen der bekanntesten haben wir noch gar nicht zu Gesicht bekommen. “La Cinta” heißt der mehrere Kilometer lange Strandabschnitt, der sich nördlich der Stadt San Teodoro befindet. Der Parkplatz ist zwar offiziell nicht für WoMos freigegeben, aber wir sind frech und stellen unseren CaraHome an einer abgelegenen Stelle ab, wo wir niemanden blockieren. Noch schnell Liegen, Handtücher und Snacks eingepackt, dann heißt es: Strand, wir kommen!

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Auf den ersten Blick wirkt “La Cinta” unauffällig. Der eigentliche Strand versteckt sich hinter bewachsenen Dünen, durch die ein schmaler Weg führt. Hat man die Sandhügel einmal hinter sich gelassen, gibt es den ersehnten Wow-Effekt! Weißer Strand und türkisblaues Wasser, soweit das Auge reicht. Eingerahmt wird das paradisische Panorama von der imposanten Felseninsel “Isola Tavolara” im Hintergrund, grünen Dünen und den weiter entfernten Bergen. Ein unglaublich schönes Zusammenspiel legt die Natur hier hin – kein Wunder, dass der Strand so beliebt ist. Wir suchen uns einen freie Stelle im Sand und lassen das bunte Treiben um uns wirken. Touristen, Einheimische, Verkäufer, auf “La Cinta” ist viel los. Da der Strand so groß ist, verteilt sich der Trubel aber recht gut. Und wer genug hat, geht einfach in’s Wasser, lässt sich von den Wellen treiben und von der Brandung zurück an den flachen Strand spülen.

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Ein paar Stunden verbringen wir auf “La Cinta”, bis Hunger und Sonnenbrandgefahr uns zur Aufgabe zwingen. Zum Glück haben wir im CaraHome einen vollen Kühlschrank, der uns schon vor der Rückfahrt nach Isuledda mit vielen Köstlichkeiten versorgt.
Apropos Isluedda: Morgen ist unser letzter Tag auf diesem wunderschönen Campingplatz. Da lassen wir es uns natürlich nicht nehmen, den Abend im Sonnenuntergang auf dem eigenen Sandstrand ausklingen zu lassen. Auch wenn wir uns schon auf die beiden anderen Campingplätze weiter im Norden der Insel freuen, die Aussicht an unserem Stellplatz werden wir vermissen.

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Morgen also dann Aufbruch nach “Baia Blu La Tortuga”. Auf den Bilder begeisterte uns der Campingplatz, der genau wie Isuledda zur „Baia Holiday”-Gruppe gehört, mit tollem Strand und einer gepflegten Anlage. Wir sind gespannt – und erzählen euch im dritten Teil unserer Reise, was der Norden und Westen Sardiniens so drauf haben. Wir freuen uns schon!

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Alle Fotos: © Klaus Schwaiger